Dunkelblaues Tech-Cover zum Vergleich des VRAM-Bedarfs von KI-Modellen bei verschiedenen GPU-Konfigurationen.

VRAM-Bedarf von KI-Modellen in verschiedenen GPU-Konfigurationen

VRAM-Anforderungen von KI-Modellen bei unterschiedlichen GPU-Konfigurationen

Diese Tabelle gibt einen Überblick darüber, welche Modellgrößen (in Milliarden Parametern) sich mit verschiedenen VRAM-Konfigurationen ungefähr betreiben lassen, jeweils mit Beispielen bekannter Modelle. Es handelt sich um Richtwerte, die je nach konkreter Implementierung, Architektur und Optimierung abweichen können.

VRAM (GB) FP32 FP16/BF16 INT8 INT4 INT2 Beispielmodelle
16 3-4B 6-8B 12-16B 24-32B 48-64B GPT-2 (1.5B), BERT-Large (340M)
24 5-6B 10-12B 20-24B 40-48B 80-96B GPT-J (6B), BLOOM-7B1
48 10-12B 20-24B 40-48B 80-96B 160-192B T5-11B, BLOOM-7B1 (FP32)
80 18-20B 36-40B 72-80B 144-160B 288-320B GPT-NeoX-20B, BLOOM-176B2
96 22-24B 44-48B 88-96B 176-192B 352-384B BLOOM-176B2, Jurassic-1 Jumbo (178B)2
128 30-32B 60-64B 120-128B 240-256B 480-512B GPT-3 175B2, PaLM 540B2
160 38-40B 76-80B 152-160B 304-320B 608-640B PaLM 540B2, Megatron-Turing NLG 530B2
192 46-48B 92-96B 184-192B 368-384B 736-768B BLOOM-176B (FP16)
256 62-64B 124-128B 248-256B 496-512B 992-1024B GPT-3 175B (INT8), LLaMA 2 70B (FP32)
320 78-80B 156-160B 312-320B 624-640B 1248-1280B Chinchilla 70B (FP32)
384 94-96B 188-192B 376-384B 752-768B 1504-1536B PaLM 540B (INT8)
512 126-128B 252-256B 504-512B 1008-1024B 2016-2048B GPT-3 175B (FP16), BLOOM-176B (FP32)

Hinweise:

  1. Lässt sich in voller Genauigkeit (FP32) betreiben
  2. Erfordert Quantisierung oder andere Optimierungsverfahren

Weitere Aspekte:

  • Diese Schätzungen setzen voraus, dass der gesamte VRAM für das Modell zur Verfügung steht. In der Praxis ist das selten der Fall, da Framework, Betriebssystem und weitere Prozesse ebenfalls Speicher belegen.
  • Mit Modellparallelität und anderen fortgeschrittenen Verfahren lassen sich noch größere Modelle betreiben, indem man sie über mehrere GPUs verteilt.
  • Inferenz benötigt in der Regel weniger Speicher als das Training – größere Modelle lassen sich daher oft auch mit kleinerem VRAM für die Inferenz nutzen.
  • Die genauen Größen hängen von der Modellarchitektur, der Implementierung und den eingesetzten Optimierungen ab.

Das Wichtigste in Kürze:

  1. 16-24GB VRAM: geeignet für die meisten KI-Aufgaben im Consumer-Bereich und für kleinere Forschungsmodelle.
  2. 48-96GB VRAM: ermöglicht die Arbeit mit mittelgroßen bis großen Modellen, wie sie im professionellen und im Forschungsumfeld üblich sind.
  3. 128-256GB VRAM: erlaubt den Betrieb einiger der größten öffentlich verfügbaren Modelle mit entsprechenden Optimierungen.
  4. 320-512GB VRAM: bietet Kapazität für die derzeit größten Modelle und künftige Entwicklungen – meist über Multi-GPU-Setups realisiert.

Die Tabelle zeigt deutlich, wie stark Quantisierung und andere Optimierungsverfahren den Betrieb großer Modelle auf begrenztem VRAM ermöglichen. Mit dem weiteren Fortschritt der KI sind zusätzliche Innovationen bei der Modellkomprimierung und bei speichereffizienten Architekturen zu erwarten, die diese Grenzen noch weiter verschieben.

Und halt – mit Transformern ist noch lange nicht Schluss …

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